Generation Health - Resilienz beim Science Slam in Freiburg

Auf der Theaterbühne Krisen beschwören und dafür noch Applaus erwarten? Da hat Josefa Kny sich ja was vorgenommen. Aber mal im Ernst: Wer ist schon gefeit vor der Krise. Über 40 Fieber, Schweißausbrüche, Schüttelfrost – eine Medizin muss her oder sonst ein Trick, um da wieder aus der Krise rauszukommen.

Das Motto des Science Slam im Freiburger Theater am 13. Mai ist "Generation Health". Auf unterschiedliche Weise zahlen die Beiträge der vier Slammer auf das Thema ein. Für die einen steht da eher das Individuum im Fokus wie bei dem Kölner Sportwissenschaftler Olli Quittmann mit dem Vortrag „Pacing beim Laufen” oder der Mainzer Psychologin Franzi Zmatlik mit den „Faktoren des Glücks”.

Josefa Kny allerdings kümmert sich gleich um die Gesundheit ganzer Organisationen. Da helfen Pillen, tiefes Ein-und-Ausatmen oder progressive Muskelentspannung nicht. Ein allgemein gültiges Rezept stellt sie denn auch nicht aus. Immerhin muss ein ganzes System aus verschiedenen Individuen und Prozessen resilient werden. Höchst komplex also und vor allem gleicht ja keins dem anderen. „Wir kriegen die Krise – und was machen wir damit?” – Dieser Frage geht die Resilienzforscherin in den 10 kurzen Slam-Minuten nach.

Moderator, Autor und Poetry Slammer Rainer Holl ist an dem Abend der Mann, der das Mikro weiterreicht. Ein weiterer Slammer in der Runde ist Luca Neuperti mit seinem Beitrag „CATs vs. ROBOTS – Kann KI Konversation?” und last but not least stellt der Biologe Jens Rudat aus Karlsruhe noch die Frage: „Probiotischer Trinkjoghurt: Humbug, oder einfach sexy?”

800 Zuschauer*innen umjubeln die Vortragenden auf den Freiburger Brettern, die die Welt bedeuten. Für diese Menge gute Laune hat sich der weite Weg in den Süden Deutschlands auf jeden Fall gelohnt.

Unser Podcast

Die erste Folge in der Resilienz-Reihe